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DisPro Gesamtschule

Interview mit Frau Dr. Eva Sewing

| Enza G. und Desiree M.

Desiree: Wie heißen sie?

Fr. Sewing: Ich heiße Eva Sewing.

Desiree: Was ist ihre Rolle bei diesem Projekt?

Fr. Sewing: In diesem Projekt stelle ich das Problem therapeutisches Klonen aus der Sicht der Ethik und des Rechtes vor. Um das zu erklären: Wir haben über internatonale und nationale Rechtsprechung gesprochen und darüber, welche Argumente es für oder gegen das therapeutische Klonen aus ethischer Sicht gibt.

Desiree: Vorhin wurde eine „Hart aber Fair“ - Sendung zum Thema Stammzellforschung aus dem Jahre 2002 mit der Gruppe angesehen; wofür war der gedacht? War das zur Vorbereitung der Schüler auf eine Diskussion oder, damit sie die Argumente von Politikern und wichtigen Positionsträgern kennen lernen?

Fr. Sewing: Der Film war dafür gedacht, einmal, dass die Argumente die wir schon im Unterricht besprochen haben, zu vertiefen, also nochmal aus der Sicht von Personen zu hören, und gleichzeitig dazu gedacht andere Agumente die wir im Unterricht noch nicht besprechen konnten, wie z.B. der Forschungsstandort Deutschland oder Therapiemöglichkeiten, alternative Therapiemöglichkeiten zu präsentieren und das auch ein bisschen lebendiger vorzustellen, als immer über Texte.

Desiree: Also haben sie jetzt alle nötigen Argumente, die die Schüler für ihre Diskussionen brauchen, auch mit den biologischen Sachengehalten, oder fehlen ihnen noch Aspekte?

Fr. Sewing: Nein, es sind jetzt die wichtigen Argumente alle zur Sprache gekommen.

Desiree: Werden sie heute noch Diskussionen führen, oder eher Gesprächsthemen, auch über die ethischen Gründe und ob die Schüler mit den Argumenten einverstanden sind, verfolgen?

Fr. Sewing: Normalerweise würde ich im Philosophie- oder Ethikunterricht natürlich eine Diskussion führen; das ist aber im Rahmen unsere Projetktwoche diesmal anders organisiert. Die Schüler sollen selbst den Diskurs führen und sich dann in der Diskussion langsam einem Votum annähern. Das hätte zu viel Zeit gekostet, wenn ich jetzt noch mit den Schülern auch diskutiert hätte, obwohl ich das sehr bedauere. Das ist jetzt die Rolle von Frau Schüpphaus, die ab jetzt übernimmt, die Schüler einfach diskutieren und sich einander annähern zu lassen.

Enza: Ist schon eine Tendenz zu erkenn, wozu die Schüler in den Gruppen eher neigen?

Fr. Sewing: Ich hab einen Eindruck gewonnen. Aber der Eindruck ist nicht aus einer Diskussion entstanden, weil wir diese wie gesagt nicht führen konnten, da wir ja erstmal die ganzen Argumente kenne lernen mussten. Aber ich habe bislang den Eindruck, dass sehr viele die Forschung und die Therapiemöglichkeiten bevorzugen und die Argumente gegen das therapeutische Klonen, so wie die Menschenwürde, für nicht so gewichtig halten. Aber es ist, wie gesagt, nur ein Eindruck, der auch falsch sein könnte. Der Eindruck ist nicht aus einer Diskussion entstanden, sondern immer nur aus Mimik, Gestik und Zwischenbemerkungen.

Desiree: Danke schön für das Interview.

Fr. Sewing: Danke euch!

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