Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge
Sektionen
Sie sind hier: Startseite / Projektzeitungen / Akte FWG

Die Voten aus den beiden Diskursgruppen

Autor: Diskursgruppe 1 und 2

In der Diskursgruppe 1 sind zwei Voten entstanden:


Votum Nr. 1/Diskursgruppe 1:

Gesetzesvorschlag:

1. Künstliche Befruchtung darf ausschließlich mit Einer einzigen befruchteten Eizelle durchgeführt werden!

2. Embryonale Stammzellen dürfen nicht für Forschungszwecke hergestellt und/oder genutzt werden!

3. Embryonen dürfen nur zur künstlichen Befruchtung genutzt werden.

4. Alternativen:

Reprogrammierung, Adulte Stammzellen dürfen als Alternativen genutzt werden.

5. Das Embryonen - und Stammzellen - Schutzgesetzt: 

Embryonen sind Menschen im Werden. Kein Mensch hat das Recht ihnen die Chance zunehmen, sich weiter zu entwickeln und am Leben teil zu nehmen und ein voll entwickelter Mensch zu werden. Man darf nicht die Menschliche Natur missbrauchen. Die Chance eine Krankheit mithilfe von Stammzellen zu heilen ist zu gering um sie zu ``opfern``  .  Alternativ kann man die Reprogrammierung  nutzen, um weiter zu forschen. Adulte Stammzellen sind eine weitere Möglichkeit, um die Embryonalen Stammzellen zu schonen. Man kann mit ihnen ebenso forschen und damit alle zufriedenstellen. 


Votum Nr. 2/Diskursgruppe 1:

Votum zum Thema Stammzellenforschung

In unserer Diskussionsgruppe sind wir zur Entscheidung gekommen, uns für die Stammzellforschung auszusprechen.

Trotzdem haben wir uns für einige Einschränkungen entschieden. Wir haben uns auf einen Gesetzentwurf geeinigt. 

Unser Vorschlag ist, die Stammzellenforschung mit folgenden Einschränkungen zu bewilligen. 

Die Einschränkungen sind:

- jeder Antrag zur Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen muss durch eine aus Experten bestehende Untersuchungskommission bewilligt werden, wobei unabhängig von der Finanzierung abgestimmt wird,

- der Forschungszweck muss medizinischer Natur sein und einem hochrangigen Zweck dienen,

- bei der Forschung sollte es keine Unterschiede zwischen importierten und inländisch gespendeten Embryonen geben,

- die Forschungen mit humanen embryonalen Stammzellen dürfen nur an von der künstlichen Befruchtung übergebliebenen Embryonen durchgeführt werden    

- die Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen wird erst bewilligt, wenn der Fortschritt mit iPS Zellen nicht weitere Resultate erzielt,

- jeder Bürger hat unabhängig von seiner finanziellen Lage das Anrecht auf durch Stammzellforschung entwickelte Therapien,

- jeder Bürger darf selbst entscheiden ob er Therapien, die durch Stammzellenforschung entwickelt wurden annehmen möchte; weiterhin darf er selbst entscheiden ob er überschüssige Embryonen für die Forschung spendet.

 

Die Schüler der Diskursgruppe 2 haben 4 Voten verfasst:

Einleitung

Wir haben uns vom 25.06. bis zum 29.06.2012 in einem Diskursprojekt mit dem Thema Stammzellenforschung auseinandergesetzt. Zuerst wurde uns das Thema von den Experten ausführlich vorgestellt, damit wir die biologischen Grundlagen  kennen lernen. Anschließend wurden wir in drei Gruppen geteilt. Zwei Diskursgruppen, die sich mit dem Thema beschäftigten und eine Journalistengruppe, die die Arbeit begleitet und dokumentiert haben. Mithilfe eines Zeitplans haben wir in der Woche unterschiedliche Aufgaben bearbeitet, die uns über  biologische, ethische und juristische Standpunkte informierten. Der Höhepunkt des Projekts war unser  Besuch des Max-Planck-Instituts in Münster. 

Im Verlauf der Tage haben wir unsere verschiedenen Meinungen in der Gruppe diskutiert. Eine komplexe Frage, die gestellt wurde,  war: Wann beginnt Leben? 

Was das betrifft, kommen wir noch nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Auch zur Frage des Umgangs mit humanen embryonalen Stammzellen haben wir vier unterschiedliche Ansichten.  Zum Beispiel ist eine Gruppe dafür,  dass sowohl  importierte überzählige Embryonen als auch überzählige Embryonen aus Deutschland für Forschungszwecke benutzt werden dürfen. Eine andere Gruppe geht  weiter und sagt, es sei auch in Ordnung  humane embryonale Stammzellen speziell für die Forschung herzustellen. Eine kleine Minderheit denkt, es ist vertretbar, die Embryonen zu klonen, um mehr Stammzellen zu gewinnen. Einige sind der Ansicht, dass die derzeitige gesetzliche Regelung bestehen bleiben sollte. 

Zu guter Letzt  sind wir uns alle in einem Punkt einig: Es ist zulässig humane embryonale Stammzellen aus dem Ausland zu importieren um mit ihnen Grundlagenforschung zu betreiben.

 

Votum Nr. 1/Diskursgruppe 2:

"Nur Import"

Empfehlung

Wir wollen nur humane embryonale Stammzellen  aus dem Ausland, nicht aus Deutschland.

An heS darf, aber nur dann geforscht werden, wenn das Projekt vorher durch eine Ethikkommission geprüft wird.

Begründung

Wir wollen heS nur aus dem Ausland, weil es keinen Unterschied macht, ob die Forscher im Ausland damit arbeiten oder in Deutschland.

Wir wollen nicht, dass es einen Markt gibt, der heS extra für den deutschen Markt herstellt.

Dies ist mit einem Stichtag im deutschen Gesetz geregelt, so dass dies nicht auftreten kann. 

HeS, die nach dem Stichtag produziert wurden, dürfen nicht zu Forschungszwecken in Deutschland benutzt werden.

Das fordern wir, weil wir nicht wollen, dass die Forscher einen so freien und einfachen Zugriff auf heS haben, denn so bleibt der Respekt, mit  heS zu arbeiten, bestehen. 

Zudem gibt es iPS-Zellen. Die sind den heS so ähnlich, dass heS zur Zeit gar nicht gebraucht werden.

 

Votum Nr. 2/Diskursgruppe 2: 

 

Unsere Gruppe ist der Meinung, dass wir neben den importierten Stammzellen auch Stammzellen aus Deutschland von überzähligen Embryonen aus der künstlichen Befruchtung verwenden sollten.

In Deutschland werden überzählige Embryonen jahrzehntelang  eingefroren und dürfen weder entsorgt noch zu Forschungszwecken verwendet werden.  Auf Grund dessen sind wir der Meinung, dass die Stammzellen der ansonsten nutzlosen, überzähligen Embryonen zur Erforschung von Heilmitteln für schwere Krankheiten genutzt werden. Denn dann bestünde die Hoffnung, dass eines Tages Querschnittslähmungen rückgängig gemacht, durch einen Herzinfarkt geschädigte Herzen repariert und Krankheiten wie  Parkinson und Diabetes wirksamer behandelt oder geheilt werden können. Allerdings muss unserer Meinung nach, der Nachweis vorliegen, dass es überzählige Embryonen einer künstlichen Befruchtung sind, da möglicherweise ein illegaler Handel von Eizellen entstehen könnte. Aus diesem Grund stehen wir zu der Aussage „Kontrolle statt Verbot“.

Auch die finanziellen Aspekte, sie aus dem Inland zu verwenden, wären von Vorteil, da es deutlich günstiger ist, als sie aus dem Ausland zu importieren.

Wir als Gruppe sind der Ansicht, dass Embryonen keine Rechtspersonen sind und kein alleiniges Überlebensinteresse bzw. Bewusstsein besitzen. Unserer Meinung nach fängt das Leben ab dem ersten Herzschlag an. Deshalb sehen wir kein Problem darin, überzählige Embryonen zu Forschungszwecken freizugeben.

 

 

 

Votum Nr. 3/Diskursgruppe 2:

 

Wir empfehlen die Forschung mit selbst hergestellten Embryonen unter bestimmten Vorraussetzungen...

Paragraph 1 : Bei Mangel an durch künstliche Befruchtung hergestellten Embryonen                         von freiwilligen Spendern

Paragraph 2 : Nach strenger Überprüfung der Institute, in denen geforscht wird

Paragraph 3 : Bei vorherigem Nachweis von positiven Ergebnissen mit iPS-Zellen

Paragraph 4 : Wenn mit iPS-Zellen keine weiteren Ergebnisse mehr zu erzielen sind,                       darf mit humanen embryonalen Stammzellen geforscht werden

Paragraph 5 : Es darf kein Handel mit humanen embryonalen Stammzellen geführt                         werden

Paragraph 1.1 : Wenn keine durch künstliche Befruchtung hergestellten Embryonen                            mehr vorhanden sind, kann ein Antrag auf künstliche Herstellung von                        Embryonen an die Ethikkommission gestellt werden.

Paragraph 2.1 : Da es sonst zu Missbrauch kommen könnte.

Paragraph 3.1 : Es wäre sinnlos sie zu produzieren, wenn sie nicht gebraucht                                    werden.

Paragraph 5.1 : Sonst könnte sich jeder anbieten und es würde ein Überfluss                                    entstehen. 


 

 

Votum Nr. 4, Diskursgruppe 2:

Wir empfehlen, dass das Embryonenschutzgesetz und das Stammzellgesetz erweitert werden, damit das Klonen von humanen Embryonen möglich ist. Wenn das Klonen legalisiert wird, müssen nicht extra Embryonen aus dem Ausland importiert werden. Außerdem wird die deutsche Forschung so unabhängiger von anderen Ländern. Ein weiterer Punkt ist, dass durch das Klonen die DNA exakt gleich bleibt und ein Forschen unter besseren Bedingungen möglich wird.

 


Dieses Votum wurde veröffentlicht durch:

Fritz-Winter-Gesamtschule
August-Kirchner-Straße 13
59229 Ahlen

Telefon: 02382 547050
E-Mail: info@fritz-winter-gesamtschule.de

Der / die / das Fritz-Winter-Gesamtschule wird vertreten durch Frau Rita Englisch. Die redaktionelle Verantwortung für diese Seite trägt Stefanie Folke-Sabel.