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Diskursgruppe

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Die Projektwoche wird mit einer etwa zweistündigen Einheit eröffnet. Zentral ist die Einführung der Diskursregeln, welche von der Gesamtgruppe gemeinsam verabschiedet werden. Als Herzstück des Diskurses bleiben sie die Woche über auf einem großen Plakat im Diskursraum präsent. Zudem wird den Schülerinnen und Schülern ein Überblick über Inhalte und Abläufe der Projektwoche vermittelt. Zum Abschluss der Einheit teilt sich die Gesamtgruppe auf:

Die Diskursgruppe zielt in ihrer Arbeit ausschließlich auf vorgegeben die Leitfrage - etwa: Welche Regelung zur Forschung an humanen embryonalen Stammzellen empfehlen Sie für Deutschland?. Erst nach einer ausführlichen Informationsphase wird der Meinungsbildungsprozess durch professionelle Methoden der Moderation in ein Votum überführt, das von allen Teilnehmern der Diskursgruppe getragen wird.

Am ersten Projekttag beschäftigt sich die Gruppe schwerpunktmäßig mit Fragen zu den biologischen Grundlagen, etwa die embryonale Frühentwicklung des Menschen oder die allgemeinen Eigenschaften und Potentiale von Stammzellen. Am zweiten Tag werden Materialien zur aktuellen Rechtslage und ethisches Grundlagenwissen erarbeitet (etwa der Gedanke der Menschenwürde oder Positionen zur Würdeschutzdebatte des Embryos).

Einen Höhepunkt während des diskurlernen-Workshops stellt die Befragung von Expertinnen und Experten dar. Durch die von den Schülerinnen und Schülern ausgewählten Ansprechpartner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft kann die Diskursgruppe ihre offenen Fragen klären und dabei zugleich wichtige Erfahrungen im Umgang mit Interessenvertretern und spezialisierten Fachleuten machen.

Nach der umfassenden Informationsphase treten die Diskursteilnehmenden ntensiv in die Phase der Votumserarbeitung ein. Über verschiedene moderierte Diskurselemente wie Standortabfrage, Cluster- und Bewertungsverfahren werden die individuellen Positionen der Teilnehmenden artikuliert, hinterfragt und nach Mehrheitsverhältnissen geordnet. Nachdem Struktur und Funktion des Votums geklärt sind, werden in kleineren Redaktionsgruppen einzelne Abschnitte vorformuliert. Die Schlussfassung wird über Beamer so lange Satz für Satz durch gegangen und diskutiert, bis alle Beteiligten einverstanden sind.

Über das Redaktionssystem der Journalistengruppe kann das Votum auf www.diskurslernen.de veröffentlicht werden. Eine feierliche Übergabe an Repräsentantinnen und Repräsentanten der Schulöffentlichkeit oder auch Vertreterinnen und Vertreter des politischen öffentlichen Lebens, hat sich im Modellversuch als zielführender Abschluss erwiesen.