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Das Verfahren des therapeutischen Klonens

Beim 'Therapeutischen Klonen' wird dem Patienten eine Zelle entnommen, deren Zellkern isoliert und in eine entkernte Eizelle eingepflanzt wird. Im Labor kann sich hieraus nun ein Embryo entwickeln. Zwischen dem vierten und dem sechsten Tag hat dieser das Stadium der Blastozyste (Blasenkeim) erreicht.

Im Innern der Blastozyste befinden sich 100 bis 200 embryonale Stammzellen. Sie sind pluripotent, von ihnen stammen alle sich später entwickelnden, spezialisierten Zellen des Körpers ab. Diese Stammzellen werden nun aus dem Embryo entnommen, wodurch er abstirbt.

In Zellkulturen lassen sich embryonale Stammzellen beliebig vermehren und behalten ihre Fähigkeit zur Ausdifferenzierung (Pluripotenz) bei. Die gezielte Herausbildung bestimmter Zelltypen lässt sich durch die Zugabe von bestimmten Nährsubstanzen oder Hormonen steuern. Die Zellen könnten dann z. B. zu Blut- oder Muskelzellen ausreifen. Die so gewonnene Gewebekultur des gewünschten Zelltyps kann dann - so der Forschungsansatz - in das kranke Organ des Patienten, von dem die ursprüngliche Körperzelle stammt, eingebracht werden. Hier vermehren sich die Zellen weiter und sollen die gewünschten Funktionen übernehmen.