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Sachstand Biologie

Wenn Zellen im Gewebe von Organen unwiederbringlich geschädigt sind, so etwa nach einem Herzinfarkt oder auch bei Nervenerkrankungen wie Multiple Sklerose, dann sehen Forscher einen möglichen Therapieansatz darin, gesunde Zellen zu transplantieren, um die geschädigten Zellen zu ersetzen.

Für ein solches Transplantationsverfahren sind u.a. embryonale Stammzellen für die Forschung interessant. Diese Zellen verfügen über die Fähigkeit, sich unter bestimmten Bedingungen in alle verschiedenen Typen von Körperzellen entwickeln zu können. Die Idee der Forscher ist, auf Basis der embryonalen Stammzellen transplantierfähige Zellen zu züchten

Körperfremdes Gewebe wird jedoch vom Empfängerorganismus als fremd erkannt und abgestoßen. Diese Problem der Immun-Abstoßung wollen Forscher dadurch umgehen, dass bei der Zelltransplantation Zellen genutzt werden, die dasselbe Erbgut haben wie der Empfänger: geeignete Zellen sollen geklont werden.

Dieses spezielle Verfahren wird 'Therapeutisches Klonen' genannt, weil man Zellen für eine Therapie gewinnen will. Inzwischen ist aber der Ausdruck "Forschungsklonen geläufiger, da das Verfahren bislang nicht für die Anwendung am Menschen etabliert werden konnte und somit noch weit von einer Therapie entfernt.

Das Verfahren des 'therapeutischen' Klonens ist verfahrenstechnisch mit dem des reproduktiven Klonens zunächst identisch. Beim reproduktiven Klonen - wie beim Klonschaf Dolly erstmalig an einem Säugetier gezeigt - wird jedoch der gewonnene Embryo nicht in einem frühen Stadium zur Gewinnung embryonaler Stammzellen verbraucht, sondern in die Gebärmutter übertragen, wo er sich zu einem vollständigen Organismus entwickeln kann. Ob dieses Verfahren allerdings auch auf den Menschen angewandt werden kann, ist - unabhängig von den ethischen Problemen - fraglich.