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Sachstand Ethik/Recht Eizellspende und weitere ethische Bedenken

Die Eizellspende stellt im Gesamtkomplex der ethischen Aspekte des 'Therapeutischen Klonens' ein Sonderproblem dar. Für den Therapieansatz des therapeutischen Klonens werden große Mengen von Eizellen benötigt. Zur Etablierung einer einzigen patientenspezifischen Stammzelllinie wären dies zum momentanen Stand der Technik etwa um die 200 Stück.

Die Gewinnung von Eizellen ist für die Spenderinnen jedoch mit physischen und psychischen Risiken verbunden, welche von Unwohlsein während der Hormonbehandlung bis zur Unfruchtbarkeit reichen können. Ungeklärt ist weiterhin, ob und wie überhaupt Frauen bewegt werden können, sich außer für eine künstliche Befruchtung der aufwendigen Prozedur zu unterziehen. In diesem Zusammenhang stellen sich die wichtige Fragen nach Freiwilligkeit und Unentgeltlichkeit der Eizellspende.

In der Diskussion um das 'Therapeutische Klonen' taucht auch die Befürchtung auf, eine Zulassung könnte zu einem ethischen Paradigmenwechsel führen. Wenn man den frühsten Stadien menschlichen Lebens die Anerkennung als Träger des vollen Menschenwürdeschutzes verweigert, so befürchten manche Stimmen, könnte dies Rückwirkungen auf das menschliche Selbstbild insgesamt haben. Nach dieser Argumentation ist dann auch möglich, dass die Schutzstandards in anderen Bereichen, wie etwa bei Schwerstbehinderten, absinken oder der Kommerzialisierung des Umgangs mit menschlichem Gewebe Vorschub geleistet wird.