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Sachstand Ethik_Recht Die Frage nach dem Status des Embryos

Bei der Frage nach dem Status des Embryos lassen sich zwei Positionen unterscheiden: Die eine Seite argumentiert, dass der Embryo zu jedem Zeitpunkt seiner Entwicklung genauso wie ein vollständig entwickelter Mensch zu behandeln sei, wobei zwei Sichtweisen diese Begründung stützen. Der Embryo habe die Möglichkeit, ein voll entwickelter Mensch zu werden (Potentialität) oder menschliches Leben sei als ein fließender, stetig sich verändernder Gesamtzusammenhang (Kontinuität) anzusehen.

Es wird gefordert, dass die Schutzwürdigkeit des geborenen Menschen auf den Embryo ausgedehnt wird. Einige Autoren verbinden damit das Grundrecht auf Leben, andere halten auch bei vollem Würdeschutz das Recht auf Leben für abwägbar.

Die andere Seite geht davon aus, dass einem Embryo noch nicht der volle Würdeschutz einer Person zugesprochen werden kann. Sie sieht die frühen Entwicklungsstadien menschlichen Lebens als Wesen, die noch kein Denkvermögen oder Selbstbewusstsein und damit auch keine personalen Eigenschaften haben. Weil aber nur Personen Würdeschutz zukommt, ist der Umgang mit menschlichen Embryonen zu Forschungs- oder Therapiezwecken nach dieser zweiten Auffassung unbedenklich.

Die Befürworter des 'Therapeutischen Klonens' versuchen geeignete Beurteilungskriterien zu finden, anhand derer sich festmachen lässt, ab wann der Embryo schutzwürdig ist. Besonders der Zeitpunkt der Einnistung wird hier immer wieder als Kriterium herangezogen. Auch das Vorhandensein der natürlichen Umgebung im Mutterleib - gewissermaßen erst die Voraussetzung, um zu einem vollständigen Menschen heranzureifen - spielt hierbei eine entscheidende Rolle